CMC-Erbfehler: Bedeutung für den Einsatz von Campus in der Zucht

Campus ist wie einige SF- und Holsteinstiere (Ophir, Fill, Tom, Tommy, Barbados usw.) Träger von CMC (Kardiomyopathie).

Trägertiere leiden unter keinen Problemen. Wenn ein Tier diesen Erbfehler allerdings von beiden Elternteilen bekommt hat, wird es im Erwachsenenalter krank (Wasser auf Herz und Lymphsystem). Die Chance, dass aus einer Risikopaarung (Anpaarung von zwei Trägertieren) ein krankes Tier entsteht liegt bei 25%. Der Einsatz von beispielsweise Campus auf Ophir-Kühe ist aus dieser Sicht nicht empfehlenswert. Der Erbfehler CMC kommt aus der früheren RH-Zucht. Der Erbfehler ist bei anderen Rassen als SF und Holstein nicht bekannt. Die Anpaarung von Campus auf andere Rassen also nicht problematisch.

Wichtige Hinweise zur Testung auf Kardiomyopathie (CM) in der Rinderzucht

Habt ihr bereits Risikopaarungen bezüglich Kardiomyopathie (CM-) gemacht, empfiehlt sich die betroffenen Tiere (nur potentielle Aufzuchttiere) testen zu lassen. Dazu gibt es folgende zwei Möglichkeiten:

 

  1. Für Herdebuchbetriebe (Holstein Switzerland und Swissherdbook) ist eine genomische Untersuchung (https://www.swissherdbook.ch/de/dienstleistungen/genetik/genomische-selektion ; ) mit dem LD-Chip eine Möglichkeit den Erbfehler zu finden und zu sehen ob er eben einfach (CMC = Träger von Kardiomyopathie), doppelt (CMS homozygoter Träger von Kardiomyopathie; von beiden Eltern) oder nicht vorhanden ist (CMF). Diese Untersuchung kostet Fr. 80.00 und kann am einfachsten mittels Haarprobe ( https://www.swissherdbook.ch/fileadmin/02_Dienstleistungen/02.5_Genetik/2_Genomische_Selektion/2022_Entnahme_einer_Haarprobe.pdf ) gemacht werden. Diese Untersuchung hat den Vorteil, dass das Tier automatisch noch auf weitere Erbfehler getestet wird. Zusätzlich bekäme das Tier noch genomische Zuchtwerte welche allerdings wenig aussagekräftig sind (aufgrund des Trainingsdatensatzes und der Basis).
  2. Für Betriebe die nicht in einem der beiden oben genannten Herdebücher Mitglied sind besteht die Möglichkeit die Tiere über die Universität Bern (Vetsuisse-Fakultät Institut für Genetik) testen zu lassen.
    Diese Untersuchung kann am einfachsten mittels Haarprobe ( https://www.swissherdbook.ch/fileadmin/02_Dienstleistungen/02.5_Genetik/2_Genomische_Selektion/2022_Entnahme_einer_Haarprobe.pdf ) gemacht werden und kostet Fr. 70.00. Der Untersuchungsantrag könnt ihr unter folgendem Link herunterladen: https://www.genetics.unibe.ch/dienstleistungen/rind/kardiomyopathie_beim_holstein_cmp/index_ger.html => Untersuchungsantrag
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